Glanzvolle musikalische Kostbarkeiten im Frankenland

Start für den 14. „BR-Musikzauber Franken“ 
Hochrangige Konzerte in außergewöhnlichem Ambiente und vollendeter Musikgenuss in Schlössern, Burgen und Kirchen

Schon zum 14. Mal lockt der „BR-Musikzauber Franken“ in diesem Jahr zu einer Fülle an hochrangigen Konzerten und außergewöhnlichen Musikereignissen ins Kulturreiseland Franken. Für den besonderen Zauber, den schon der Titelverheißt, sorgt bei der erfolgreichen Kulturinitiative von Tourismusverband Franken und Bayerischem Rundfunk – Studio Franken neben dem hohen Niveau der Konzerte eine ganzbesondere Aufnahmeklausel, die ein besonderes, „originär fränkisches“ Ambiente der Veranstaltungsorte zur Voraussetzung macht. So wird der Musikgenuss in festlichen Sälen prächtiger Barockschlösser, auf mächtigen Burgen, in erha-benen Kirchen, romantischen Innenhöfen oder auf mittelalter-lichen Plätzen zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Mehr als hundert Veranstaltungsreihen mit insgesamt rund fünfhundert Einzelkonzerten höchster musikalischer Qualität dürfen sich im Jahr 2009 mit dem begehrten Markenzeichen „BR-Musikzauber Franken“ schmücken. Für deren schwierige Auswahl aus hunderten von Bewerbungen sorgte eine Fachjury unter Vorsitz des Heldentenors und weltberühmtem Wagner-Interpreten Siegfried Jerusalem. Der in Nürnberg lebende künstlerische Leiter und Patron des „BR-Musikzauber Franken“ schöpft dabei mit seinen Jurymitgliedern aus einem imaginären, prall gefüllten Wunderhorn, denn das kulturbegeisterte Frankenland, über die Jahrhunderte hinweg Keimzelle und Heimat berühmter Dichter, Komponisten und Musiker, hat auf musikalischem Sektor seit jeher Herausragendes zu bieten.

Bühnen für musikalische Wunderkinder der Welt
Damit dies auch künftig so bleibt, widmet sich der „BR-Musik-zauber Franken“ unter Jerusalems Patronat seit sechs Jahren auch der Förderung des musikalischen Nachwuchses. Der Liedwettbewerb „La Voce“, diesmal zu Gast im mondänen Bad Kissingen, bringt talentierte junge Künstler aus ganz Europa zusammen. Sie treffen sich vom 31. März bis 4. April erneut zum künstlerischen Wettstreit um den klassischen Liedgesang und stellen sich dem unbestechlichen Gehör einer hochkarätig besetzten Jury. Mit Spannung erwartet wird das schon traditionelle Preisträger-Konzert am 4. April, bei dem sich Musikliebhaber mit eigenen Ohren von der Sangesqualität des Profi-Nachwuchses überzeugen dürfen.

Auch das strahlend-barocke Schloss Weißenstein bei Pommersfelden, malerisch mitten im Steigerwald unweit der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg gelegen, wird im Sommer zur außergewöhnlichen Bühne für junge Musikstu-denten aus vielen Ländern der Welt. Die renommierte „Internationale Sommerakademie des Collegium Musicum Schloss Pommersfelden“, vor mehr als einem halben Jahrhundert von Dr. Karl Graf von Schönborn als Schirmherr und Richard Engelbrecht als künstlerischem Leiter ins Leben gerufen, hat erstaunliche Früchte getragen. Vom 15. Juli bis 9. August sind wieder rund 90 junge Musikerinnen und Musiker in der prachtvollen, von Lothar Franz von Schönborn 1711 bis 1718 erbauten Schlossanlage zu Gast. Sie leben dort „auf gleicher Wellenlänge“ unter den barocken Dächern und erarbeiten zusammen mit bekannten Dozenten und Dirigenten anspruchsvolle Orchester- und Kammermusik-Programme, deren Aufführungen im festlichen Marmorsaal mit seiner monumentalen Säulenarchitektur und meisterlichen Stuckdecken als unbestrittene Höhepunkte des regionalen Kulturschaffens gelten.

Honneurs an berühmte Komponisten
Breiten Raum im aktuellen Programm des „BR-Musikzauber Franken“ nehmen auch drei weltberühmte Komponisten ein,die in ihrem Jubiläumsjahr den Konzertbesuchern zwischen Aschaffenburg und Bayreuth, zwischen Hof und Eichstätt landauf, landab begegnen werden. Der geniale Barockkomponist Georg Friedrich Händel (250. Todestag), Joseph Haydn als Hauptvertreter der Wiener Klassik (200. Todestag) und nicht zuletzt der Romantiker Felix Mendelssohn Bartholdy, der als Wiederentdecker der Werke Bachs gilt, erklingen in zahlreichen fränkischen Konzertsälen und bereichern die Programme mit der Fülle ihres musikalischen Werks.

Eine ganze Nacht „im Rausch der Jubiläen“ mit Top-Interpreten der „Alten Musik“ erleben die Gäste am 25. April in den ehrwürdigen Räumen des Nürnberger Germanischen Nationalmuseums. Das „BR-Musikzauber-Highlight 2009“ mit dem Titel „Remember me“ erinnert in 3 x 3 Konzerten an die Lichtgestalten Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, aber auch Henry Purcell, Paul Hofhaymer oder Giuseppe Torelli. Die Sopranistin Simone Kermes lässt mit ihrem Ensemble „Le Musiche Nuove“ die Gefühle in Opernhighlights von Purcell und Händel Achterbahn fahren, das Ensemble „Capella de la Torre“ unternimmt eine spannende Zeitreise von der Renaissance bis zum Jazz, und die „Camerata Köln“ stattet Händel und Haydn in London einen Besuch ab. Die Jubiläumsnacht des Bayerischen Rundfunks – Studio Franken und des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg wird eine furiose Reverenz an Händel, Haydn & Co. - eine ganze Nacht lang.

Auch die traditionsreiche Bachwoche Ansbach (31. Juli bis 9. August), seit über 60 Jahren Garant für hochrangige Bach-Musik in der Orangerie, der barocken Hofkirche St. Gumbertus und der gotischen Johanniskirche, widmet sich in diesem Jahr neben Bachs musikalischen Wurzeln und seinem künstlerischen Vermächtnis den Komponisten Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy. Andrea Marcon und das Venice Baroque Orchestra, Pianistin Angela Hewitt, der Dresdner Kammerchor, das Freiburger Barockorchester, Helmuth Rilling und die Bachakademie Stuttgart zählen zum hochkarätigen Reigen der Künstler.

Selbst die „Bamberger Sommernächte“ (3. bis 12. Juli) der weltberühmten Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie stehen diesmal ganz im Zeichen eines großen Jubilars: Joseph Haydn. Aus diesem Anlass tauchen die Bamberger Symphoniker in die Welt der Oper ein und tauschen für eine Produktion der Haydn-Oper „L’Isola disabitata“ ihre Konzertbühne mit der des Bamberger E.T.A. Hoffmann-Theaters.

Der Musentempel der Markgräfin
Selbst schon ein kleines, rundes Jubiläum feiert in diesem Jahr das Festival „Bayreuther Barock“ (18. September bis 4. Oktober) – und bietet vorläufig die letzte Gelegenheit für Musikgenuss im prachtvollen Rahmen des barocken Markgräflichen Opernhaus, denn 2010 wird der goldglänzende Musentempel der Markgräfin Wilhelmine generalsaniert. Und so gilt dort – neben einer Reverenz an Händel mit dessen schönster satirischer Komödie „Serse“ am 18. September – vor allem die Uraufführung der eigens für das Bayreuther Opernhaus geschriebenen Oper „L’Huomo“ von Bernasconi (25. und 26. September) als unbestrittener Höhepunkt: Der Text zu der Oper, die nun endlich am Originalort gegeben wird, stammt von der kunstsinnigen Markgräfin höchstpersönlich. Damit gedenkt Bayreuth nicht zuletzt auch dem 300. Geburtstag der 1709 geborenen Wilhelmine, die ihre Residenz zum „irdischen Arkadien“ machte und als Bauherrin wie als Künstlerin bis Heute unvergessen ist. So ist es kein Wunder, dass die Musikstadt Bayreuth in diesem Jahr auch einige weitere Veranstaltungsreihen der Markgräfin widmet.

Kostbare Rohdiamanten zu entdecken
Neben den großen, berühmten Konzertreihen – darunter beispielsweise die Aschaffenburger Bachtage, die Internationale Orgelwoche Nürnberg, der Fränkische Sommer - MusicaFranconia, der Kissinger Sommer, das Johann Strauss Musikfestival in Coburg, der Musiksommer Obermain oder das Würzburger Mozartfest - sind im Programm des „BR-Musikzauber Franken“ aber immer wieder auch kleine Kostbarkeiten zu entdecken. Rohdiamanten gleich, warten sie darauf, sich einem größeren Publikum vorstellen zu dürfen und einen Ruf zu erlangen, der ihnen oftmals gebührt. Jahr für Jahr ist es Siegfried Jerusalem ein echtes Anliegen, solche Pretiosen in den 15 fränkischen Ferienlandschaften neu „auszugraben“. Wie die noch jungen „Burg- und Höhenkonzerte auf Burg Rabenstein“ in der Fränkischen Schweiz. Nach einem überwältigenden Blick von der Terrasse über das malerische Ailsbachtal, den einst schon König Ludwig I. 1830 genoss, erleben die Gäste im einzigartigen Renaissance-Saal der Burg Konzerte vom Mittelalter bis zur Neuzeit, von Soli bis zu Quartetten.

(Noch) ein Geheimtipp sind auch die übers Jahr verteilten acht „Kultursonntage“ in der Alten Vogtei zu Burgkunstadt, die erst zum dritten Mal veranstaltet werden, doch bereits jetzt nicht mehr aus dem kulturellen Leben im Oberen Maintal-Coburger Land wegzudenken sind. Fast schon eine kleine Sensation der Konzertreihe in der ehemaligen Vogtei des Hochstifts Bamberg auf dem Terrassensporn des nördlichen Mainufers ist dieVerpflichtung der beiden japanischen Ausnahmekünstler Yu Kosuge und Shunske Sato, die normalerweise in den großen Konzerttempeln dieser Welt zuhause sind. Am 5. April sind die vielfach ausgezeichnete Pianistin Yu Kosuge und der kürzlich sogar von der New York Times überschwänglich gefeierte Violonist Shunske Sato bei einem Konzertabend in der Alten Vogtei gemeinsam zu erleben, zur Aufführung gelangen Rhapsodien und Sonaten von Bartok, Elgar, Webern und Beethoven.

Samba, Blues und Gospel
Feierlich, erhaben und schwelgend in den großen Werken berühmter Komponisten: So sind die „BR-Musikzauber-Konzerte“ häufig, aber nicht immer. Denn neben den großen Meisterwerken aus Barock oder Klassik kommt durchaus auch moderne Musik im Programm des „BR-Musikzauber Franken“ zu Ehren – so sie denn die hohen Qualitätskriterien der Jury erfüllen kann. Bei der neuen musikalischen Reihe „Bad Alexandersbad – Spektakulär“ mit Jazz, Swing und legendären Rockklassikern in neuem Gewand (vier Termine von 3. April bis 20. November) ist dies beispielsweise der Fall, beim Internationalen Samba-Festival in Coburg (10. bis 12. Juli) mit brasilianischen Profi-Künstlern und insgesamt über 3.000 Sambistas sowieso, auch bei den viel beachteten „Rother Bluestagen“ (28. Märzbis 5. April) mit den Größen der internationalen Blues-Szene oder beim mittlerweile 16. New Orleans Music Festival in Wendelstein bei Nürnberg. Da verwandelt sich das kleine Fachwerkstädtchen in einen leibhaftigen „Vorort“ von New Orleans und taucht ein in ein mitreißendes Feuerwerk aus Cajun, Brass, Blues, Soul und Gospel Music. Die große Straßenparade am ersten Festival-Sonntag mit Dixie-Frühschoppen und Zydeco-Party am Marktplatz lässt die Mauern des mittelalterlichen Städtchens erzittern…

Glücksstunden mit leisen Tönen
Sehr viel ruhiger, aber ebenfalls in wunderschöner Atmosphäre geht das längst über Bayerns Grenzen hinaus bekannte Liedermacher-Festival „Songs an einem Sommerabend“ am 3. und 4. Juli in Bad Staffelstein über die „Bühne“. Die Klosterwiese vor der Traumkulisse des Klosters Banz im weltberühmten „Gottes Garten am Obermain“ wird zum 23. Mal zum Schauplatz für das Festival unterm Sternenhimmel, das der Bayerische Rundfunk – Studio Franken in Kooperation mit der Hanns Seidel-Stiftung ausrichtet. Zehntausende von Fans der Kult-Veranstaltung lassen sich auf mitgebrachten Decken auf der Sommerwiese nieder, um den sanften Klängen der Barden zu lauschen. Schon zum 13. Mal ist „Songs-Urgestein“ Reinhard Mey diesmal dabei, der von sich selbst sagt: „Ich fühle mich hier zuhause, die „Songs“ sind einer der Höhepunkte des Jahres für mich“. Zusammen mit Konstantin Wecker, dem Ansbacher a cappella-Ensemble Viva Voce, Folk-Rocker Fred Ape und vielen weiteren Künstlern beschert der Barde den Zuhörern in hoffentlich lauer Sommernacht Glücksstunden mit leisen Tönen inmitten einer überwältigenden Kultur- und Naturlandschaft.

Krönung fränkischer Lebenslust
Doch noch einmal geht die musikalische Franken-Zeitreise zurück ins üppige, schwingende Barock. Die glanzvollen „Barockfeste“ im unnachahmlichen Ambiente der Würzburger Residenz verführen nunmehr zum 30. Mal mit einer sinnlichen Melange aus hochkarätigem Konzerterlebnis, erlesenen Weinen und kulinarischen Hochgenuss. Im Jubiläumsjahr locken die beiden Feste (22. und 23. Mai) in der prächtigen Fürstbischöflichen Residenz, einer der drei fränkischen Weltkulturerbe-Stätten, sogar mit einer Premiere: einem Konzert im frisch renovierten Kaisersaal. Das diesmal engagierte Spitzenorchester, die berühmte „Chursächsische Capelle Leipzig“, entführt das Publikum mit Telemanns „Klingender Geographie“ auf große Weltreise, mit Henry Purcell nach China, mit Vivaldi nach Indien und mit Corbett schließlich nach Schweden. Im Anschluss an das Konzert ist es Zeit für leibliche Genüsse auf ebenfalls höchstem Niveau. Im Gartensaal und im Fürstensaal der Residenz servieren fränkische Meisterköche ein exquisites Frühlingsmenü. Die „Krönung“ sind korrespondierende, erlesene Frankenweine aus den besten heimischen Weinkellern, die von fränkischen Kellermeistern und charmanten Weinprinzessinnen dazu gereicht werden. Dann feiert die pure Lebenslust fränkische Urstände – ein Musikzauber-Erlebnis wie aus dem Bilderbuch.

Carin Dennerlohr

Die aktuelle Programmbroschüre „BR-Musikzauber Franken 2009“ und weiteres ausführliches Prospektmaterial über das Reiseland Franken ist erhältlich beim

Tourismusverband Franken e.V.
Postfach 440453, 90209 Nürnberg
Telefon 0911/94151-0, Fax 0911/94151-10
E-Mail: info@frankentourismus.de
Internet: www.frankentourismus.de

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