Klosterroute Nordschwarzwald: Reisen auf den Spuren der Mönche

Klosterroute im Nordschwarzwald: Reisen auf den Spuren der Mönche

Alpirsbach, Hirsau und Maulbronn: Jedes der drei Klöster ist für sich schon ein Erlebnis. Zusammen bilden sie aber ein touristisches Trio von Rang – verkehrsgünstig verbunden durch die Klosterroute Nordschwarzwald. Ein neu gestalteter und von den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg herausgegebener Info-Flyer informiert über die touristischen und kulturellen Angebote entlang der Route.

Auf der im Jahr 1999 eingerichteten und etwa 104 Kilometer langen Route, die die Benediktinerabteien Hirsau und Alpirsbach sowie das Zisterzienserkloster und UNESCO-Weltkulturerbe Maulbronn verbindet, kann man preisgünstig im Rahmen eines dreitägigen Pauschalpakets reisen. Im Zeitraum 1. Mai bis 31. Oktober kosten zwei Übernachtungen in Calw oder Maulbronn mit Frühstück in einem guten Mittelklassehotel 119 Euro pro Person inklusive Kurtaxe und Eintrittskarten. Neben den Führungen durch die Klosteranlagen ist in Alpirsbach unter anderem die Besichtung der Glasbläserei und in Hirsau ein Besuch des Klostermuseums mit Kräutergarten in der Pauschale inbegriffen.

Höhepunkte im Veranstaltungskalender des Klostertrios sind der Calwer Klostersommer in Hirsau (28. 7. - 7. 8.), die Konzertreihe Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte mit vier Aufführungen im Zeitraum 25. 6. - 13. 8. und das Maulbronner Klosterfest (25. und 26. Juni).

Kloster Hirsau

Das im Nordschwarzwald gelegene Kloster Hirsau ist ein eindrucksvolles Monument klösterlicher Geschichte. Am Ufer der Nagold präsentiert sich die Anlage als stimmungsvolle Ruinenlandschaft. Die Überreste der dreischiffigen Säulenbasilika sind die ältesten Fragmente des Bauwerks und stammen aus dem frühen 9. Jahrhundert. Im 11. Jahrhundert erlebte die zu Reichtum gelangte mittelalterliche Klosteranlage unter Abt Wilhelm ihre Blütezeit. Als ein Zentrum der päpstlichen Fraktion zur Zeit des Investiturstreites
war Hirsau von prägender Bedeutung für das Verhältnis von Staat und Kirche. Noch heute lassen die erhaltenen Teile die ehemals gewaltigen Dimensionen des Klosters erkennen.

Kloster Alpirsbach

Zu den südwestdeutschen Reformklöstern des 11. Jahrhunderts gehört auch Alpirsbach. Das ehemalige Benediktinerkloster ist ein Hort der Ruhe und zeigt den benediktinischen Sinn fürs Monumentale und die strenge klare Ordnung der romanischen Bauweise. Die Anlage im Kinzigtal ist ein eindrucksvolles Beispiel cluniazensischer Reformarchitektur und für die Glasbläser- und Braukunst ihrer Mönche bekannt.

Kloster Maulbronn

Eine der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen nördlich der Alpen ist das 1147 gegründete Zisterzienser-Kloster Maulbronn. Die bedeutende, in romanischem und frühgotischem Baustil errichtete Anlage ist seit 1993 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. In der Abgeschiedenheit des Salzachtales hinterließen Zisterziensermönche eine rund 860 Jahre alte, gut erhaltene Abtei in einer Kulturlandschaft mit Stauseen, Weinbergen und Steinbrüchen. Nach der Reformation und Umwandlung in eine Klosterschule behielt Maulbronn seinen Rang: Persönlichkeiten wie Johannes Keppler und Friedrich Hölderlin erhielten in dieser württembergischen Geistesschmiede ihre Ausbildung.

Weitere Informationen bei:
Stadtinformation Calw
Tel.: (0 70 51) 167-399

www.klosterroute-nordschwarzwald.de

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