Laabertaler Wallfahrtsweg für Radfahrer


Kelheim (tvo). „Das baierische Volk läuft gern kirchferten, hat auch viel kirchfahrt“, schrieb um das Jahr 1500 der bayerische Geschichtsschreiber Aventinus aus Abensberg. Damit zielte er allerdings nicht nur auf „große“ Wallfahrten wie die nach Rom, Lourdes oder Santiago de Compostela ab, sondern auch auf die vielen neuen Heiligenwallfahrten, die sich ab der Mitte des 15. Jahrhunderts entwickelten. Um 1700 hatte fast jede katholische Landschaft ihre Gnadenstätte und eine eigene, wenn auch lokal begrenzte Wallfahrt. Im niederbayerischen Laabertal sind einige dieser Wallfahrten bis heute erhalten geblieben. Bekannte Wallfahrtsorte sind dort zum Beispiel Hellring, wo am zweiten Wochenende im Oktober neben den Gottesdiensten eine Dult mit Buden und Karussells stattfindet, Niederleierndorf, welches im Mai Ziel von Bittgängen ist und wo man Mariä Himmelfahrt mit einer Prozession durch den Ort feiert, oder der Laaberberg, der das ganze Jahr über von Pilgergruppen besucht wird. Der Laabertaler Wallfahrtsweg verbindet viele dieser Wallfahrtsorte. Auf 44,4 Kilometern führt der Radweg durch eine reizvolle Landschaft im sanft gewellten niederbayerischen Hügelland und bringt auch viele kulturhistorische Schätze wie etwa die von den Brüdern Asam gestaltete Benediktinerabteikirche Mariä Himmelfahrt in Rohr, den historischen Marktplatz von Langquaid oder die sagenumrankte Kapelle St. Koloman bei Leitenhausen nahe.

Informationen: Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V., Donaupark 13, 93309 Kelheim,
Tel. 09441/207-330, Fax 09441/207-339
http://www.tourismus-landkreis/

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