Schottland

Sanftes Reisen und Genießen durch raue Naturspektakel

Es gibt viele Arten, Schottland zu bereisen. Mit dem eigenen Auto, per Flugzeug, oder in einer Gruppe mit dem Bus. Letztere Variante ist mit Sicherheit die am meisten entspannende, da einem sowohl die Umstellung von rechts nach links im Straßenverkehr erspart bleibt, als auch der Aufwand, eine Route selbst planen zu müssen. Zwar etwas unflexibler als mit dem eigenen Auto, aber dafür wesentlich beschaulicher, was das Bewundern der Naturschauspiele anbetrifft, eignet sich die Busreise in Schottland besonders für Erstbesucher des Landes, die mit den Gegebenheiten noch nicht so vertraut sind und bequem das Land erobern möchten.


Glasgow – offenherzige Stadt der tausend Möglichkeiten
 

Als ausgezeichneter Einstieg in die Umgebung des rauen und kantigen Schottlands eignet sich Glasgow, die schottische Universitätsmetropole im Nordwesten des Landes besonders, um sich zu akklimatisieren.
Der Schotte an sich ist in seiner Art gewöhnungsbedürftig und je nach Region sehr unterschiedlich. Der Glasgower glänzt mit seiner „außergewöhnlichen Normalität“. Herzlichkeit und ein offen entgegen geworfenes „Hi there“ brechen sofort jedes Eis, lassend auch den Kurzbesucher der Stadt unmittelbar sich heimisch fühlen. Dabei überzeugt die Glasgower Mentalität durch ihre ausgesprochene Bodenständigkeit und tritt damit in direkten Gegensatz zum aristokratischen Edinburgh.
Bei einem Kurzbesuch von 24 Stunden lässt sich höchstens ein kleiner, aber wirkungsvoller Eindruck der Universitätsstadt am River Clyde erhaschen. Urgemütlich-schottisch untergebracht in traditionellen Gemäuern, bietet das kleine Hotel „Georgian house“ unweit des Botanischen Gartens und der Universität den perfekten Ausgangspunkt für einen unkomplizierten Stadtbummel. Jenen beginnt man am besten in Erkundung der studentisch-akademischen Atmosphäre der näheren
Umgebung. Fußläufig erreichbar liegt der entspannende, Botanische Garten mit seinen weit angelegten Parkanlagen und seinem auch architektonisch einzigartigen Tropenhaus, dessen Besuch für mich als Neuankömmling ein Muss ist. Eine kurze Rast im Gelände-eigenen „Teahouse“ kann hier eine willkommene Erholung verschaffen von einer anstrengenden Stadttour, zum Beispiel mit einem der „Hop-on-off“-Busse, die in einer zweistündigen Rundfahrt durch die Innenstadt einen informativ-abwechslungsreichen Überblick über die Stadt verschaffen. Schräg gegenüber des Botanischen Gartens befindet sich der wohl abgefahrenste Pub Glasgows in einer umgebauten Kirche. Die „Oran Mor“ Bar, früher ein presbyterianisches Gotteshaus, dient seit nunmehr acht Jahren geistigen Freuden ganz anderer Art, erzählt mir der echt schottische Barmann Dale MacFarlane lachend, als ich staunend die urwüchsige Inneneinrichtung der Gaststätte mit meinen Blicken aufsauge.
Die Universität Glasgows ist ein ehrwürdig-monumentaler Komplex, der, im Norden der Stadt angesiedelt, für jeden Reisenden einen Besuch unabdingbar macht. Die erlauchten Hallen akademischer Künste zeugen von der Größe schottischer Wissenschaften, die hier gepflegt werden.
Abwechslung ganz anderer Art verspricht hier Glasgows Shopping-Meile, die Buchanan-Street, welche eher dem monetären Gehalt zugewandt ist. Ein Einkaufsbummel darf dabei gerne in einer kurzen Verschnaufpause in dem von MacIntosh designeten Tearoom „Willow Sauchiehall“ münden, in dem sich geistige und kulinarische Genüsse ausgezeichnet in einem typischen „Afternoon-Tea“ mit Scones und Shortbread vereinen.
Viel gibt es zu sehen in der alten Arbeiterstadt Glasgow, unterschiedliche Baustile aneinandergereiht ohne erkennbare Reihenfolge erwecken das Stadtbild zum Leben. Nicht nur dickbändige Reiseführer zeugen von der kulturellen Vielfalt der Stadt, ausgedehnte Spaziergänge, vor allem entlang des „River Clyde“ oder quer durch das Zentrum, laden dazu ein, die nordwestliche Metropole Schottlands zu entdecken. Immer wieder verführen skurrile, ehrwürdige und urige Pubs zu einem kulinarischen Stopp. Zuviel für einen Kurzbesuch bietet die Stadt. In der kurzen Zeit von 24 Stunden lässt sich aber die Offenherzigkeit des Glasgowers kennen-, und die Stadt lieben lernen. So beschließe ich meine Stippvisite – wie könnte es anders sein – in einem Pub, der vormals als Badehaus dem Glasgower zur äußeren Reinlichkeit und heute unter dem Namen „Bookclub“ vor allem der jungen Szene rund um die Uni zu innerem Wohlbefinden dient. 

Oban – Stadt des Whiskys an Schottlands Westküste

Weich und federnd wie auf einem Teppich fühlt es sich an, wenn ich auf den günen Matten der „Isle of Kerrera“ herumlaufe. Die ganze kleine Insel besteht nur aus einem grünen Teppich, ein paar Schafen und einer Seehunds-Kolonie. Und – ach ja, da ist noch ein kleiner Jachthafen, an dem ich angelegt habe, als mich das stündliche Fährboot von dem 10 Minuten entfernten, auf der anderen Seite der Oban-Bucht liegenden Ort, der für seine Whisky-Destillerie bekannt ist, hergebracht hat. Doch der Reihe nach. Die Isle of Kerrera ist eine klassische Wanderinsel, also eine Insel, auf der man ausgezeichnet lange, familienfreundliche Spaziergänge unternehmen kann und dabei eines atemberaubenden Blicks über zahlreiche, kleinere und größere Inselchen, Felsenklippen und Buchten gewahr wird, der Schottland so einzigartig gestaltet. Oban ist eine kleine Hafenstadt in den schottischen Highlands, etwa 3 Stunden Fahrt nördlich von meinem Ausgangspunkt Glasgow gelegen. Die herzliche Atmosphäre der Schotten, die ich schon in der Unimetropole Glasgow kennengelernt habe, ist auch hier nicht verschwunden, sie ist hat sich zu einer rauen Offenherzigkeit gewandelt.

Allerorts lässt sich in Oban etwas entdecken. Angefangen mit der Whiskey-Destillery, in der man zwar keine Erinnerungsbilder knipsen, sich aber die 5 Phasen der Destillation anschaulich und flüssig zu Gemüte führen kann, über zahlreiche Pubs mit Meeresblick und Wohlfühl-Atmosphäre, bis hin zu ausgezeichneten Meeresfrüchte-Restaurants, die Oban wohl den Namen „Seafood-Kapital“ Schottlands eingetragen haben.

Im „Museum für Krieg und Frieden“ lerne ich ich von dem raubeinig-charmanten Seebären John Mac Pherson, der heute als Freiwilliger die kleine, aber feine Sammlung von Ausstellungsstücken verwaltet, dass von Oban einst das erste Telefonkabel nach Übersee ging. Unermüdlich kümmert er sich mit seinen drei Mitarbeitern darum, die Geschichte Obans, gerade auch während des II.Weltkriegs, darzustellen und anschaulich zu präsentieren, in dem kleinen, ehemaligen Buchladen nahe des Hafens. Das trug ihm 2011 den Freiwilligen-Award der Queen ein, den er gerne und stolz präsentiert.

Nicht weniger herzlich geht es im einzigen Whiskey-Laden der Stadt zu, in dem mich Besitzer John sogleich in ein Gespräch mit Verkostung und wertvollen Tipps verwickelt und mir unbekannte Sorten des flüssigen Goldes präsentiert, die ich nirgends vorher gesehen und gekostet habe. Ein echtes Erlebnis an diesem Tag.

Iona – 125 Einwohner und eine geschichtsträchtige Abtei

Nach soviel warmer Herzlichkeit zieht es mich am nächsten Tag in die raue Kälte, auf die Hebriden, dort wo Schottland seinen Klischees gerecht wird, kalt, windig und gewöhnungsbedürftig zu sein. Als mich die Fähre auf die kleine, nur 125 Einwohner beherbergende Insel Iona bringt, die hinter der großen, grünen „Isle of Mull“ liegt, fühle ich mich einen Moment wie der legendäre Pater Brown, der von seinem Bischof zur Strafe auf die entlegensten Inseln geschickt wird, um dort zu missionieren. Im Angesicht der Abtei von Iona, könnte die Kulisse kaum passender zu meinen Gedankengängen sein. Die Abtei ist zweifellos die Hauptattraktion der Insel. Im Jahre 563 kam der Geistliche Columban mit zwölf Männern von Irland nach Iona und gründete dort das Kloster Iona Abbey. Von Iona verbreitete sich das Christentum in Form der so genannten Keltischen Kirche in Schottland und Nordengland. Vermutlich wurde das „Book of Kells“, welches als eines der kostbarsten Bücher gilt, im 7. oder 8. Jahrhundert auf Iona verfasst. Iona war geistiges Zentrum der Keltischen Kirche.

Die übrigen 20 Häuser der Insel strahlen eine von Ruhe getragene Einsamkeit aus, die einerseits wenig einladend wirkt,andererseits zu großer Neugierde verführt, wie die Menschen auf diesem kleinen Eiland wohl leben mögen. Sprechen ist hier keine viel gepflegte Kunst, wie ich sogleich im einzigen Kaufmannsladen der Insel feststellen kann. Es gibt ja auch nicht so viel zu erzählen auf dem kleinen Eiland.

Staffa – Erlebnis zwisdchen Hebridenorgel und Papageitauchern

Als ob mir diese Einsamkeit nicht genug wäre, begebe ich mich noch am selben Tag auf einen erlebnisreichen Ausflug auf einem winzigen Skipper auf die 35 Minuten oder 6 Meilen entfernte Insel Staffa. Nach einer bemerkenswerten Schaukelpartie, zahlreichen Wellenduschen, die ich in meinem ölzeug tapfer über mich ergehen lasse und einer durchgehend steifen Brise erreiche ich das kleine Inselchen, auf dem außer Papageitauchern und einigen Möwen niemand mehr zu Hause ist. Wäre da nicht die Attraktion der Insel, die wir Felix Mendelssohn-Bartholdys „Hebriden-Overtüre“ zu verdanken haben. Orgelpfeifenartige Felswände, die bei kräftigem Wind unwirkliche Melodien erzeugen, sollen den Komponisten zu seinem Werk bewogen habe. Wahrlich sind die Felseinklüftungen mit ihren Höhlen ein sehens- und hörenswertes Schauspiel, über dessen Erlebnis ich an diesem Tag froh bin. Durchgeschüttelt, eingefroren, durchnässt, aber glücklich, ein Stück des rauen Gesichts Schottlands kennengelernt zu haben, kehre ich am frühen Abend heim in das beschauliche Oban, von dem ich am nächsten Tag noch weiter nach Norden auf die Insel Skye aufbrechen werde. Den Tag lasse ich im Licht der sich auf der Bucht golden spiegelnden Sonne mit einen gleichfarbigen und süßlich abgehenden Oban Whisky an der Bar ausklingen.

Skye – rauhe Insel für Individualisten und Wanderfreunde

Wie ein Spiegel so glatt liegt die Bucht vor mir, über die ich vom schottischen Festland aus von Mallaig nach Armadale mit der Fähre in nur 20 Minuten zur Insel Syke über setze. Bin ich am Morgen von Oban aufgebrochen so ging für mich und meine kleine Reisegruppe der Bus zügig durch malerische Hochland- und Seenlandschaften in die entferntesten Täler. Vorbei geht die Fahrt an Fort William, an zahlreichen Filmkulissen, wie Loch Linnhe, bekannt durch den Film „Ritter der Kokosnuss“ oder der berühmten Eisenbahnbrücke „Glennfinnan Viadukt“ aus den Harry-Potter-Filmen „die Kammer des Schreckens“ , „der Gefangene von Askaban“ und „Harry Potter und der Feuerkelch“.

Syke, auf gälisch auch Insel des Nebels genannt, begrüßt mich mit dem typisch-schottischen Castle oft Armadale am Ufer seines Fährhafens, bevor wir unsere Fahrt fortsetzen zu unserem nächsten Etappenziel Sligachan. Einsam steht die ehrwürdige, alte Poststation in einer Senke, umgeben von grün-bematteten Bergwipfeln. Die Station, die heute als Hotel dient und sogar eine eigene Brauerei beinhaltet, ist ein idealer Ausgangspunkt für kilometerlange Wanderungen auch für Ungeübte, wie ich sehr bald feststellen werde. Einsam und ohne eine Menschenseele anzutreffen, wandelte ich über einen engen, eingeschotterten Pfad, der sich unmerklich durch die Landschaft schlängelt. Über Rinnsale mit kleinen Wasserfällen, schmalen Stegen vorbei an blühendem Heidekraut führt mich mein Weg an diesem sonnigen Nachmittag. Weiße Wollgrasfetzen widersetzen sich tapfer dem Wind, der die Heide zu kämmen scheint. Ein Regenpfeiffer bläst sein Liedchen aus dem Unterholz zu meiner Wegbegleitung. Stille, Ruhe, Einkehr beschreiben die Atmosphäre, die mich auf meinem Weg durch die saftig- grünen Täler jener Moorlandschaft geleitet. Stundenlang könnte ich so wandern, durch die schottischen Highlands mit ihrer Filmkulissen-artigen Umgebung.

Zwei Aussteiger, 370 Sorten Whiskey und ein einzigartiges Bier

Zurück in meiner Unterkunft erwartet mich in Seumas‘ Bar hinter dem Hotel eine schottische Einzigartigkeit ganz anderer Natur. Mit einem Sortiment von unfassbaren 370 Sorten Single Malt Whiskys aus allen Regionen Schottlands, findet sich an diesem unscheinbaren Ort die Wohl größte Ansammlung des „Lebenswassers“, die das Herz jeden Whisky-Kenners höher schlagen lässt. Nach einer ausgiebigen Wanderung bietet sich mir hier ein gelungener Ausklang des Abends, in dem ich die Naturschauspiele des Tages noch einmal auf meiner Zunge nachempfinden kann.

Man soll den Tag ja bekanntlich damit beginnen, womit man aufgehört hat. Und so zieht es mich mit meiner Gruppe am nächsten Morgen zur nur fünf Meilen entfernten Destillerie „Talisker“, die jährlich mehr als drei Millionen Liter Whiskey produziert. Eindrucksvoll endet meine Führung durch die Werksanlagen – wie sollte es anders sein – bei einer Kostprobe des schweren, torfig-teerigen Whiskys – „peetig“ nennt es der Kenner – aus dieser Produktionsstätte.

Mit Lust auf Mehr von Whisky und seinen Machern treffe ich den Besitzer der Seumas‘ Bar, Sandy Cognell, in seiner Wirkungsstätte an. Der bullige Schotte mit weichem Herz erzählt mir von seinen Anfängen in der Bar, die er vor 24 Jahren gegründet hat. Aus seinem Jugendtraum heraus, eine Bar zu besuchen, in der er alle schottischen Whiskys nach und nach probieren kann, ohne gleich eine Flasche zu kaufen, begann er Sorten zu sammeln. Von Destillerien, die es längst heute nicht mehr gibt, Sorten, die gar nicht in Schottland, sondern nur in Duty-Free Shops von Flughäfen vertrieben werden und kleinen Destillen, die niemand kennt sammelte sich allmählich ein Sortiment von 370 verschiedenen Whiskys an. Viele Besucher, vor allem aus Deutschland, kommen heute eigens in diese Bar, die 2007 und 2013 zur Whisky-Bar des Jahres gekürt wurde. Ihnen versucht Sandy ein Gefühl für die Unterschiedlichkeit der schottischen Whiskys zu vermitteln, deren Krönung die wertvollste Flasche ein 25-jähriger „McCallen“ ist, aus einer längst nicht mehr existierenden Destille. Und während ich den Worten des Meisters lausche, kommt ein nicht weniger kauziger Geselle dazu. Eric Jones, Braumeister der Hotel-eigenen Bierbrauerei gleich neben Sandys Pub. Der gebürtige Engländer kam 2004 hierher, um seine eigene Brauerei zu gründen. Nicht das Geld, sondern die raue Umgebung auf Skye lockten ihn hierher, um die „Skye-Ale“ aus frischem Qüllwasser der umliegenden Berge zu brauen. Etwa 2000 Liter Bier produziert Eric der Aussteiger hier jede Woche. Sonntags ist Brautag verkündet er glücklich und strahlt dabei genau die Zufriedenheit aus, die ich schon am ersten Tag bei meiner Wanderung durch die Sumpflandschaft rund um das Hotel in mich aufnehmen konnte.

Von Skye nach Inverness – Gairloch und die Inverewe Gardens

Kreuz und quer geht es über die Insel Skye, um Naturspektakel zu beobachten und sich verzaubern zu lassen von der Mystik der Insel, die im dichten Nebel noch grandioser wirkt. In die entlegensten Winkel und auf die buckeligsten Höhen trägt mich unser Bus. Vorbei an der Ruine des Duntul-Castle mit seinem grandiosen Ausblick, über Staffin zu den „Leat Falls“. Wie ein drohender Zeigefinger erhebt sich die Felsnadel des „Old Man of Storr“ aus dem Nebel, bevor ich in das verträumte Hafenstädtchen Portree gelange.

Bevor ich Skye verlasse, mache ich mich noch auf zum legendären Eilean Donon Castle, dem mystischen Drehort des Films „Highlander“ mit echt schottischem Flair, auch wenn das Castle erst 1912 wiederaufgebaut wurde. Die heiter-anschauliche Führung durch die historischen Mauern lohnen den Besuch allemal. Über atemberaubende Höhenzüge mit einmaligen Ausblicken über die zerklüfteten Landschaften verlasse ich schließlich die Insel über die Skye-Bridge und gelange zu meiner letzten Station im Westen Schottlands, in den Ort Gairloch mit seinem breiten Sandstrand. Die Möglichkeit, zur Wal-Beobachtung aufzubrechen mit dem Speedboot lasse ich heute aus und genieße die Ruhe des Hafenstädtchens, bevor ich mich tags drauf nach Inverness aufmache.

Einen kurzen aber lohnenden Zwischenstopp auf dem Weg dorthin bilden die „Inverewe Gardens“, die nördlichsten Europas. Auf einem riesigen Areal an der Nordwestküste Schottlands gelegen bilden die 1870 gegründeten Gartenanlagen nicht nur ein Erlebnis hinsichtlich ihrer Pflanzenvielfalt aus allen Erdteilen, sondern auch durch das unvergleichliche Blütenmeer ein ausgesprochenes Fest für die Sinne. Der Duft von Rhododendron aller Farben steigt mir in die Nase. Ich nehme ihn mit in die überschaubare, aber nicht uninteressante Stadt Inverness mit ihrem markanten Castle, das über der Stadt thront. Der Antiquariats-Buchladen „Leakys“ – wieder einmal eine umgebaute Kirche – ist hier nicht nur für Bücherwürmer eine willkommene Anlaufstelle in der Stadt. Der urig-romantische Laden bietet mir mit seinem Tearoom auf der ehemaligen Orgelgalerie eine Oase der Entspannung, in der ich die wilden und abwechslungsreichen Tage auf den Inseln und in den Highlands Revue passieren kann, bevor mich der Bus zu meiner letzten Station in Schottland, nach Edinburgh trägt.

Edinburgh – zwischen Aristokratie und schottischem Highland- Flair

Edinburgh, benannt nach dem gododdinischen König Clydno Eiddyn, eignet sich sehr gut als Schlusspunkt einer Schottland-Rundreise. Auch für eine kurze Stippvisite bietet die Stadt in naher Umgebung der Altstadt einiges zu sehen. In einem Tagesaufenthalt besteige ich das Castle von Edinburgh mit seiner grandiosen Aussicht über die Stadt und die nahe liegende Universität, wandelte durch die „George Carstens“ unterhalb der Burg und habe die Möglichkeit, hier auch die schottische Nationalgalerie zu besuchen, das Denkmal für Sir Walter Scott zu besichtigen, die einzigartige St. Giles-Kathedrale anzusehen. Tea-time in stilvollen Ambiente finde ich in „the Dome“, einem viktorianischen Prunkbau in der George-Street. Das Innenleben dieses Cafés ist wirklich sehenswert und bietet mir nach einem abwechslungsreichen Stadtbummel eine erholsame Oase der Entspannung. Die letzten Sonnenstrahlen genieße ich mit einem traumhaften Blick über die Stadt vom 251 Meter hohen „Arthur´s Seat“-Hügel im Licht der untergehenden Sonne, denn schon am nächsten Tag endet meine Schottland-Tour mit der Ankunft an der Fähre in Newcastle.

Tipps & Nützliches

Wie kommt man hin?

Will man eine Bus-Rundreise nach Schottland unternehmen, eignet sich besonders das Freiburger Bus-Unternehmen „Avanti-Reisen“, dass 2013 auch mit dem Award für nachhaltiges Reisen ausgezeichnet wurde

http://www.avantireisen.de/

Die Anreise erfolgt per Bus mit der Fähre von Ijmuiden bei Amsterdam bis Newcastle und von da Richtung Schottland.

Unterkünfte

Glasgow: The Georgian House, 29 Buckingham Terrace, Great Western Road, G12 8ED,thegeorgianhouse@yahoo.com, 07956 245 713

Oban: Oban Bay Hotel, Corran Esplanade, Oban, PA34 5AE, TEL 0870 950 6273 FAX 01631 564006

OBANBAY@CRERARHOTELS.COM

Sligachan: Sligachan Hotel, Sligachan, Isle of Skye, Scotland, IV47 8SW reservations@sligachan.co.uk
+44(0)1478 650204

Gairloch: Gairloch Highland Lodge | Gairloch, Ross-Shire, IV21 2AH | Tel: 01445 712006 | email: info@gairlochhighlandlodge.net

Inverness: Glen Mhor Hotel, 8-15 Ness Bank, Inverness, IV2 4SG Grossbritannien‎+44 69 945 192 395‎, enquiries@glen-mhor.com

Edinburgh: Mercure Edinburgh, Princes Street, EH2 2DG EDINBURGH, UNITED KINGDOM,info@mercureedinburgh.co.uk, +44 (0)844 815 9017

Besichtigungs-Tipps

Eilean Donon-Castle: http://www.eileandonancastle.com/

Inverewe Garden: http://www.gardens-scotland.co.uk/inverewe.html

Oban Destillery: Oban Distillery, Oban, Argyll PA34 5NH, Tel: +44 (0)1631 572004

Talisker Destillery: http://www.discovering-distilleries.com/talisker/

Oran Mor Bar Glasgow: http://oran-mor.co.uk/

The Dome (Cafe) Edinburgh: http://www.thedomeedinburgh.com/

Wortbaustelle – Philip Duckwitz
Mitglied in der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (Journalistenkreis)
Mitglied im Deutschen Fachjournalisten-Verband (DFJV) 

Internet: http://www.journeylist.de

Publiziert am: Montag, 01. Juli 2013 (3292 mal gelesen)
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